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POTTGESCHICHTEN | Herbstfarben im Märchenwald

3. Oktober 2017


Als ich, noch leicht verschlafen, am vergangenen Sonntag aus dem Wohnzimmerfenster über meinen Balkon nach draussen blicke, ist es noch leicht dunstig. Aber die ersten Sonnenstrahlen lassen sich schon erahnen. Ich liebäugel ganz kurz mit meiner couch, schnappe mir dann aber doch meinen Tee und gehe ins Bad. Katzenwäsche, rein in die Boots, Kamera um den Hals und raus. Draussen umweht mich noch ein leicht feuchtes Lüftchen und es duftet nach Herbstlaub. Ich steige den kurzen Weg die Straße rauf und stehe - mitten in einem Märchenwald. Naja eigentlich stehe ich wie immer im Bochumer Stadtpark, quasi mein Vorgarten. Ich stiefel über die feuchten Wiesen, durch nasses Laub, vorbei am 1. See und beobachte eine ganze Entenscharr, die sich gerade selbst zu Wasser lässt. Ein Stück weiter den Weg entlang, sind die ersten Bäume bereits bunt belaubt und leuchten in der aufgehenden Sonne. Auf der anderen Seite den Park wieder hinunter, vorbei am 2. See - dem Gondelteich - finde ich endlich, was ich suche. Wie in einem Rotkäpchenwald stehen die kleinen Gesellen da und warten auf ihr Publikum. Übrigens ist fast kein Mensch an diesem morgen dort. Nur ein einsamer Jogger, der schnaufend an mir vorbei zieht und ein älterer Herr mit einem Korb. Ich beobachte, wie er ebenfalls über die Wiese stampft, allerdings in dem Fall nicht auf der Suche nach fotogenen sondern nach essbaren Pilzen. Ich wäre nie auf den Gedanken gekommen, dass es hier überhaupt essbare Pilze zu finden gibt - ich Stadtkind - aber sein Körbchen ist schon für mindestens eine Mahlzeit gefüllt. Ich lege meine Tasche ins feuchte Laub und robbe um die hübschen Fliegenpilze. Dankbare Motive, sie halten fein still und zeigen sich von ihrer besten Seite. Nach gefühlten 20 Fotos laufe ich weiter, umrunde den großen und beliebten Spielplatz und kehre bei Freunden auf einen schnellen Kaffee ein. So kann ein Sonntag morgen ruhig immer beginnen.





Ich hoffe, ihr habt ein wenig Spaß an meinen Märchenwaldfotos, die ich im Rahmen des #fotoprojekt17 von Anne sehr gerne mit euch teile. Und nun wünsche ich euch einen erholsamen Feiertag. Und wenn das Wetter bei euch schön ist, dann geht doch auch mal raus in einen Wald und schaut, ob ihr hübsche Fliegenpilze findet! 










KULINARIA | Pfirsich Likör mit Vanille - Die *Sommer im Pinnchen* Neuauflage

24. September 2017

So ein wenig den Sommer zu konservieren ist eine feine Sache. Vor allem, wenn mich jetzt schon die frühe Dunkelheit nervt. 
Im letzten Jahr dachten sich das auch Katti von Pottgewächs und Tine von Pottlecker und riefen die Blogparade "Sommer im Pinnchen" ins Leben. Das war tatsächlich mein erster Likör, den ich selbst gemacht habe. Normalerweise trinke ich sowas gar nicht. Aber dank der beiden Damen bin ich auf den Geschmack gekommen. Im letzten Jahr gab es bei mir Likör aus Mirabellen und Pflaume. Und ich habe mich den ganzen Winter darüber gefreut, wenn ich zwischendurch Abends ein Gläschen gesüppelt habe!


Daher gibt es auch in diesem Jahr - wenn auch ohne Blogparade - Sommer im Pinnchen. Wer macht noch mit? Falls ihr auch ein leckeres Rezept habt, dann schreibt mir das doch in die Kommentare oder verlinkt euren aktuellen Post, damit ich ihn lesen kann. Ich freue mich über Anregungen!


Pfirsich Likör mit Vanille

Zutaten:


750 g Pfirsiche, gelbfleischig (verarbeitet gewogen)
1 Vanilleschote
500 g Grümmelkandis
ca. 1,5 l guter Vodka


Zubereitung:

Die Pfirsiche waschen, vierteln und den Stein entfernen. In Würfel schneiden und in ein großes (meins fasst 5 l), fest verschließbares Gefäß füllen. Den Kandis zufügen. Die Vanilleschote halbieren, auskratzen und die Schote sowie das Mark in das Gefäß geben. Nun den Vodka vorsichtig angießen. Die Früchte sollten bedeckt sein. 

Für ca. 8 Wochen durchziehen lassen. Zwischendurch vorsichtig schwenken, damit sich der Kandis löst. 

Durch ein feinmaschieges Sieb gießen und in kleine saubere Fläschchen abfüllen. 


Die Fläschchen eignen sich übrigens großartig als kleines Weihnachtsgeschenk - ich habe das getestet :-)


Blumenpracht zum Herbstbeginn - ein Tag im Pflanzenparadies

22. September 2017

Hallo Herbst!

Wenn mich jemand nach den schönesten Tagen in diesem Jahr fragen sollte, dann würde ich definitiv einen Donnerstag im August benennen. Früh morgens um 7 Uhr stieg ich, noch ein wenig verschlafen, zu Franzi und Nike ins Auto und zusammen machten wir uns auf die Fahrt nach Münster. Das Wetter war so mäßig, wir hofften auf wenig Regen. Sicherheitshalber waren wir aber mit Gummistiefeln, Regenjacken und langen Hosen ausgestattet - einem Pflanzenfreund macht schlechtes Wetter so schnell keine Angst. Das Auto war erfüllt von fröhlichem Geplapper und genau so kamen wir auch in Münster am Kaldenhof an: sehr gut gelaunt. Wir freuten uns, bei den Gartenblogger Tagen der Firma Volmary zu Gast zu sein und sahen gespannt dem Tag entgegen. Franzi und Nike waren schon im letzten Jahr dort und hatten nur Gutes berichtet. Unter lautem Hallo wurden bekannte und noch nicht bekannte Gesichter erspäht und herzlich begrüßt. Mit einer Tasse Kaffee bewaffnet machte ich die ersten Schritte auf das Versuchsgelände mit seinen vielen, vielen Blumen, Gemüsesorten, Rabatten und Hängeampeln. Und wähnte mich wirklich im Paradies! Und mit Schwung in die Kindheit zurückversetzt, in die Gärtnerei von Oma und Opa. Ich will hier nie wieder weg! Dieses "Zu Hause" Gefühl hielt - und ich glaube da spreche ich für alle - den ganzen Tag an. Es war wunderbar entspannt, alle Teilnehmer, die Organisatoren und Mitarbeiten waren unfassbar lieb und freundlich und stets bemüht, uns einen wunderbaren Tag zu ermöglichen. Ich kam mir ein wenig vor wie im Urlaub. 

Ich habe euch heute einen Schwung Fotos mitgebracht, passend zum Herbstanfang noch einmal in wundervollsten Sommerfarben schwelgen.









Über Volmary: Das in der bereits 3. Generation tätige Familienunternehmen mit Sitz im westfälischen Münster zeichnet sich durch innovative und traditionsbewusste Gemüse- und Blumenzuchten aus. Und das bereits seit 1925 - das ist schon ordentlich. Zeitgleich zu unserem Bloggertag fanden die jährlichen Kundentage statt. Ein internationales Publikum aus Erwerbsgartenbau und Pflanzenfachhandel informierte sich über neue Züchtungen, begutachtete Gemüse- und Blumensorten oder betrachtete interessiert Musterbalkonkästen und Hängeampeln oder Themengärten. Trotzdem war wirklich ausreichend Raum um auch einfach mal völlig alleine durch die wunderschönen Blumen zu wandern und den Hummeln und Bienen bei der Arbeit zuzugucken, sich mit den Bloggerkollegen auszutauschen oder einfach nur still auf einer Bank zu sitzen und verträumt in die Sonnenblumen zu blicken...




Was wir sonst an diesem Tag noch alles gemacht und erlebt haben, wen ich ganz besonders im Gedächnis behalten habe und was die Firma Emsa nun auch noch damit zu tun hat, dass erzähle ich euch beim nächsten Mal. Ich habe soviele Fotos gemacht, das reicht locker für noch einen Post (oder zwei, oder drei....)!







Vorerst geht mein Dank an das wunderbare Team von Volmary Garten und an Emsa. Ihr habt uns einen wunderschönen Tag bereitet!

Zu den Gartenblogger Tagen war ich eingeladen - meine überschwengliche Meinung ist aber ganz echt!


KULINARIA | Ein wärmendes Zucchini-Paprika-Riesling Süppchen mit Tahini Topping

17. September 2017

Klingt merkwürdig? Schmeckt aber mega lecker. Eigentlich ein wenig aus der Not geboren, denn auch bei mir ist die Zucchini "Schwemme" in Form von "hey, willste ein paar Zucchini ausm Garten abhaben" angekommen! Sprachs und schwupps hatte ich einen Arm voll ziemlich dreckiger Zucchini. Jaja, ich weiß. Ich bin supermarktverwöhnt. Mir ist schon klar, dass sie nicht gewaschen aus dem Garten kommen. 
So stand ich also die Tage hier mit dem Kühlschrank voll Zucchini, einer einsamen Paprika und noch ein paar weiteren Überbleibseln des letzten Wochenendes. So etwas landet bei mir meist in einem Curry oder eben einer Suppe. Wie immer gilt, für eine vegetarische oder vegane Variante, den entsprechenden Austausch vornehmen.


Zucchini-Paprika-Riesling Süppchen mit Tahini Topping
(2 Portionen)

Zutaten:


1 mittelgroße Zucchini
1 rote Gemüsepaprika
1 kleine Chilischote
2 kleine rote Zwiebeln
250 g Putenbrust
1 daumengroßes Stück Ingwer
1 TL Kartoffelstärke
Salz, Pfeffer
1 TL Ras el Hanout
Saft einer halben Zitrone
1/8 l halbtrockenen Riesling
400 ml Wasser
1 EL Öl

150 g Naturjoghurt
Salz, Pfeffer, 


1 TL Zitronensaft
2 EL Tahini
frische Minze


Zubereitung:


Zucchini, Paprika und Chili waschen, putzen und würfeln bzw. in feine Streifen schneiden. Den Ingwer schälen und reiben. Die Zwiebeln pellen und würfeln.
Die Putenbrust in Streifen schneiden. Salzen und Pfeffern und mit der Kartoffelstärke bestäuben. 
In einem flachen kleinen Bräter das Fleisch in etwas Öl anbraten. Das Gemüse zufügen, salzen, pfeffern und das Ras el Hanout dazu geben. Einmal durchrühren und etwas anschwitzen. Nun mit dem Wasser aufgießen. Für ca. 15 min leicht köcheln lassen.

Derweil die Zutaten für das Topping verrühren und die Minze hacken.


Am Ende den Riesling und Zitronensaft zum Süppchen geben, evtl noch etwas Wasser nachfüllen und noch mal abschmecken. 


Guten Appetit!

Weitere richtig leckere Suppen findet ihr hier:





KULINARIA | Vollwertiger Frühstückssmoothie mit Buttermilch, Birne, Banane und Blaubeeren

14. September 2017


Moin!

Das Wochenende ist schon in greifbarer Nähe und ich habe euch heute eine leckere Idee für einen Frühstückssmoothie mitgebracht. Oft habe ich früh morgens noch keinen richtigen Hunger, kann aber teilweise auch  nicht komplett ohne etwas zu essen aus dem Haus gehen, da die Frühstückspause erst am frühen Nachmittag stattfinden kann. Das kommt, je nach Kundeneinsatz, bei mir durchaus vor. Und da liebe ich einen sättigenden Smoothie. Der rutscht nämlich so schön von alleine runter! 


Das Rezept ist für eine Portion gedacht, kann aber natürlich beliebig erweitert werden. Die Buttermilchschicht ist schön süß - die Joghurt schicht eher säuerlich. Was eine echt leckere Kombi ist. Denn mal los...


Zutaten:


Teil 1



2 EL feine Dinkelflocken
1 TL Leinsamschrot
1 Dattel
1 reife Banane


1/2 reife Birne
150 ml Buttermilch


Teil 2


2 EL Blaubeeren
3 EL griechischer Joghurt
1 TL Zitronensaft


Zubereitung:


Birne, Banane und Dattel grob würfeln und zusammen mit allen anderen Teil 1 Zutaten in den Blender geben. So lange pürrieren, bis eine cremige Masse entsteht. In ein hohes Glas füllen.

Die Zutaten Teil 2 nun ebenfalls in den Blender füllen und pürrieren. Vorsichtig auf die Buttermilch ins Glas gießen. Nach Wunsch dekorieren.



Was mögt ihr zum Frühstück? Habt ihr gute Ideen für ein schnelles Frühstück vor einem Arbeitstag?

KULINARIA | Rote Beete - Ziegenkäse Strudel mit Süßkartoffeln

10. September 2017

So langsam zieht der Herbst ein. Weg vom Salat hin zu warmen Gerichten steht diesen Monat bei mir die Rote Beete ganz oben auf der Food-Prioritätenliste. So lecker. Damit ich aber nicht immer nur Salat oder Suppe davon mache, habe ich mir für euch etwas anderes, nicht minder leckeres ausgedacht.


Es gibt heute kleine Rote Beete-Ziegenkäse Strudel mit Süßkartoffeln.

Zutaten:

400 g Rote Beete (vorbereitet gewogen)
400 g Süßkartoffel (vorbereitet gewogen)
150 g Bio-Ziegenfrischkäse
1 frische Feige
2 Stängel Minze
400 ml Wasser
1 PK Filoteig
Salz, Pfeffer, Honig, Muskat
1 Msp Chilipulver

Zubereitung: 

Die Rote Beete schälen, in kleine Würfel schneiden und in ca. 200 ml gesalzenem Wasser bissfest dünsten. Abgießen und abkühlen lassen.

Die Süßkartoffel ebenfalls schälen, würfeln und in ca. 200 ml gesalzenem Wasser weich dünsten. Abgießen und dabei etwas von dem Wasser zur Seite stellen. Die Kartoffeln abkühlen lassen.
Die Minze hacken und zusammen mit den Gewürzen und dem Zeigenkäse zu den Süßkartoffeln geben. Mit einem stabilen Schneebesen alles kräftig schlagen, so dass eine cremige Masse entsteht. Ggf. etwas von dem Kochwasser zugeben. Wenn noch ein paar Stückchen Süßkartoffeln zu sehen sind, macht das nichts.

Die Feige waschen und würfeln.

Den Filoteig aus der Verpackung nehmen und nach Anweisung immer drei Blätter mit etwas Wasser bepinseln und übereinander legen. Je nach Größe der Blätter durchschneiden (guckt einfach, wie breit eure Strudel werden sollen und schneidet die Blätter entsprechend zu).

2 - 3 EL Süßkartoffelcreme auf die Blätter streichen und dabei einen kleinen Rand lassen. Rote Beete Würfel und Feigenwürfel darauf verteilen und etwas Honig darüber träufeln (optional). Vorsichtig aufrollen und die Seiten einschlagen. In eine geölte Form setzen und mit etwas Wasser bepinseln. 

Bei 180 Grad Ober-Unterhitze für ca. 30 min goldgelb backen. 


Rote Beete ist wirklich eins meiner Lieblingsgemüse. Noch mehr Anregungen findet ihr bei Claretti. Die Gemüse Expedition in der September Edition!

Denn mal guten Appetit! 

Mein kleiner Stadtbalkon im Juli - besser spät als nie

24. August 2017

Ich bin gerade extrem Blogfaul - ich gebe es zu! Und ich weiß noch nicht einmal, woran das liegt. Es ist nicht so, als hätte ich keine Inhalte. Oder keine Fotos. Nein, nein, alles ausreichend vorhanden. Nur die Lust fehlt gerade, alles zusammen zu fügen und zu veröffentlichen. Dann ist es plötzlich spannender, einfach nur gemütlich auf dem kleinen Stadtbalkon zu liegen und zu lesen. Die Seele baumeln zu lassen. Durch die Nachbarstadt zu streifen und mir hübsche Dinge anzuschauen. Gemütlich an der Ruhr langzustreifen. Mit der lieben Freundin und ihrer Familie stundenlang im Seitenblick zu sitzen und genüsslich zu futtern. Alles wunderbare Dinge, die ich in den letzten Tagen gemacht habe. Und noch vieles mehr. Dabei hatte ich mir so fest vorgenommen, in dieser Woche einige Posts zu produzieren und sie dann nach und nach einzustellen. Nunja.... ist ja erst Donnerstag :-)

Aber zurück zum Thema. Ich hinke hinterher. Erwähnte ich ja schon. Trotzdem wollte ich euch die Fotos vom kleinen Stadtbalkon nicht vorenthalten. Dort hat sich viel getan. Und jetzt, einen Monat später, sieht schon wieder alles anders aus. Alles ist unglaublich gewachsen und ich fühle mich wie auf einen kleinen grünen Inseln mitten in der großen Stadt. Wenn es Abends still wird, ich dort mit einem Glas Wein sitze und die Kerzen brennen, dann bin ich glücklich. Und vergesse gerne auch schon mal die Zeit.... aber so soll es ja auch sein, oder?
Wenn ihr die Fotos von hier und hier vergleicht, dann könnt ihr schauen, wie sehr doch alles gewuchert ist. Mittlerweile hat die fette Henne auch Hilfe bekommen und lehnt sich nun gemütlich an hübsche Spaliere an. Dazu aber im August Post mehr - der kommt vermutlich dann im September, gg....

Aber jetzt, Bühne frei für den Hauptdarsteller!



Empfehlung: Wenn ihr wie ich möglichst schnell eine grüne Blätterwand haben möchtet, dann nehmt Weihrauch. Die Rankpflanze ist extrem Pflegeleicht, benötigt nur normale Blumenerde ohne Dünger (sie ist eh sehr wuchsfreudig). Ihr könnt sie einfach wuchern lassen aber auch mal etwas beschneiden - dann wird sie buschiger. Sie verträgt Sonne aber auch problemlos Halbschatten. Eine sehr pflegeleichte Balkonpflanze.



Seht ihr diese kleinen Rattanwindlichter? Ich habe sie für ganz kleines Geld in einem Dekoshop bekommen. Ich mag ja nicht gerne Lichterketten oder ähnliches, das ist mir alles zu künstlich (selbstverständlich Geschmackssache). Die Windlichter sind recht robust und zaubern ein gemütliches Licht Abends.