POTTGESCHICHTEN | Novembersonne

1. November 2016

Herbstbild
Dies ist ein Herbsstag, wie ich keinen sah!
Die Luft ist still, als atmete man kaum.
Und dennoch fallen raschelnd, fern und nah,
Die schönsten Früche ab vom Baum.

Oh stört sie nicht, die Feier der Natur!
Dies ist die Lese, die sie selber hält.
Denn heute löst sich von den Zweigen nur,
Was vor dem milden Strahl der Sonne fällt.

Friedrich Hebbel (1852)
 
 
Der 1. November ist für mich immer ein wenig der Tag, an dem der Sommer wirklich endgültig vorbei ist. Da kann man sich das auch nicht mehr mit goldenem Oktober schönreden. Nun beginnt die Jahreszeit, die ich am wenigsten mag. In der ich, der Dunkelheit geschuldet, am liebsten schon um 19 Uhr ins Bett gehen würde. Ich neige nicht zur Winterdepression, dass nicht. Aber mir ist es einfach zu dunkel, zu kalt und meist auch zu nass. Ich liebe Sonne, Licht, lange Abende auf dem Balkon oder mit Freunden im Biergarten oder Park. Der einzige Lichtblick ist die Vorweihnachtszeit mit ihren Lichtern und Gerüchen. In der Stadt stehen bereits die ersten Weihnachtsmarktbuden und bald dringt, wenn ich die Balkontür öffne, wieder der Duft von gebrannten Mandeln und Feuerholz - vom benachbarten Mittelalterweihnachtsmarkt - in die Wohnung.  Der Blick in meinen Kalender zeigt die ersten Verabredungen zum Glühweintrinken und zu Ausflügen in andere Städte, um die Weihnachtsmärkte dort zu besuchen. Und danach? Danach zähle ich dann die Tage bis es wieder heller wird, ich die ersten Frühlingsblumen auf meinem Balkon pflanzen kann und die Balkontür wieder offen steht... bis dahin aber schaue ich mir einfach Fotos vom letzten goldenen Oktoberlicht und der ersten Novembersonne an....


Die Fotos sind ganz früh Morgens mit den ersten Sonnenstrahlen im Stadtpark Bochum entstanden. Für heute wünsche ich euch einen entspannten Tag. Genießt noch ein wenig die Sonne!
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