Image Slider

KULINARIA | In der Weihnachtsbäckerei - Zimtkugeln und Kokos-Orangen-Makronen

4. Dezember 2016
Wir schreiben mittlerweile schon den 2. Advent und ich komme endlich dazu, euch meine diesjährige Weihnachtsbäckerei zu zeigen und die Rezepte zu verraten. Heute ist es knackig kalt draußen und die Sonne strahlt vom Himmel. Bestes Wetter also, um einen schönen Winterspaziergang durchs zauberhafte Ruhrgebiet zu machen und sich danach mit einem Buch (oder der Lieblingsserie) auf die Couch zu werfen und das ein oder andere Weihnachtsplätzchen zu futtern und am selbstgemachten Likör zu nippen. Also soweit zumindest die Wunschvorstellung. Die Realität sieht geringfügig anders aus! Aufstehen, Post schreiben, Wäsche waschen und ab an den Schreibtisch. Der Vorteil am Homeoffice: keiner kann mir das Likörchen verbieten, hihi....

Wie immer bei mir, sind die Rezepte einfach und relativ schnell umzusetzen. Beide Rezepte reichen mir für die komplette Adventszeit. Die Kugeln lassen sich großartig in einem großen Glas verwahren und sind damit noch dekorativ und die Makronen halten super in einer schicken Metall-Plätzchendose. 


Zimtkugeln

500 g Mehl
5 Eigelb
250 g Butter, kalt
1 Vanilleschote
150 g Zucker
3 TL Zimt
1 PK Puderzucker

Gebt das Mehl in eine große Schüssel und vermischt es mit dem Kristallzucker und dem Markt der ausgeschabten Vanilleschote. Fügt die 5 Eigelb dazu (das Eiweiß in einer Schüssel im Kühlschrank verwahren, dass brauchen wir gleich) und schneidet die Butter in kleine Stückchen und werft sie hinterher. Nun alles zu einem geschmeidigen Teig verkneten, in Frischhaltefolie packen und im Kühlschrank für ca. 1 Std zwischenparken.
- in dieser Stunde könnt ihr die Makronen zubereiten, Rezept folgt unten - 
Nun schneidet ihr euch immer wieder ein Stück des Teigs ab und rollt eine Wurst, schneidet sie in gleichmäßige Stücke und rollt daraus haselnussgroße Kugeln. Diese setzt ihr mit kleinem Abstand auf ein Backblech mit Backpapier.
Backt die Kugeln bei 190 Grad Ober-Unterhitze ca. 15 - 20 min goldbraun.
Lasst sie auf einem Gitter auskühlen, bis sie nur noch so ganz eben lauwarm sind.
Siebt einen Teil des Puderzuckers in eine GROßE Schüssel und gebt einen TL Zimt hinzu (entscheidet selbst, wie zimtig die Kugeln werden sollen). Gebt nun den ersten Schwung Kugeln in den Zucker und schüttelt die Schüssel vorsichtig, damit sie mit der Zucker-Zimt Mischung umhüllt werden. Füllt bei jeder Fuhre Kugeln etwas Zucker und Zimt nach...

Makronen

5 Eiweiß, kalt
250 g Kokosraspeln
abgeriebene Schale einer unbehandelten Bioorange
200 g Puderzucker
50 g Kristallzucker
1 Pr. Salz

Siebt den Puderzucker in eine Schüssel und mischt die Kokosraspeln und die Orangenschalte unter.
Das Eiweiß schlagt ihr nun in einer großen Schüssel zusammen mit der Priese Salz steif. Wenn es fast fest ist, lasst den Kristallzucker einrieseln. Stellt nun das Handrührgerät (oder die Küchenmaschine) auf niedrigste Stufe und rührt die Puderzucker/Kokosmischung unter. Alle Rezepte sagen hier vorsichtig unterheben. Ich habe festgestellt, ich mag es so lieber, denn auf die Art werden die Makronen außen Knusprig und innen sind sie "chewie", fast ein wenig wie Marrschmellows, was ich toll finde.
Den Backofen auf 170 Grad Ober-Unterhitze vorheizen und ein Blech mit Backpapier auskleiden. Mit Hilfe zweier Teelöffel setzt ihr nun kleine Haufen auf das Backpapier. Wer mag, kann auch Backoblaten benutzen, ich mag das nicht. Backt die Makronen für ca 20 - 25 min, bis sie leicht gebräunt sind und sich die äußere Schicht fest anfühlt. Lasst sie ein paar Minuten auf dem Blech abkühlen und setzt sie dann auf ein Gitter zum vollständigen auskühlen.


So, als vermutlich letzte Foodbloggerin wünsche ich euch mit diesen beiden Rezepten einen wunderschönen 2. Advent. Was immer ihr tut: habt einen tollen Tag und macht es euch später kuschlig!

KULINARIA | Gebackener Kürbis mit Ducca, Sesam und Zitronenhühnchen

27. November 2016

Advent, Advent ein Lichtlein.. naja und so weiter. Guten Morgen. Kaum dreht man sich einmal um, ist der November quasi vorbei, die Weihnachtszeit hat mit voller Wucht Einzug gehalten und heute ist der 1. Advent. Wenn das so weiter geht, bepflanze ich morgen schon wieder meinen Balkon - was mir nur recht wäre. ich bin definitiv kein Wintermensch. Vorteil am Winter ist allerdings, dass es solche leckeren Dinge wie Wurzelgemüse, Kohlsorten und Kürbis in rauen Mengen gibt. Daher habe ich euch heute, bevor die Weihnachtsbäckerei Einzug hält, noch einmal ein eher herbstliches Gericht mitgebracht. Es eignet sich ganz vorzüglich für einen gemütlich TV Abend (naaaa, wer hat denn schon alles Gilmore Girls geguckt - das nahm ja schon fast die Züge von Gruppenzwang an, gg). Es ist wärmend, nussig und ratz fatz verputzt. Probiert unbedingt mal die Kombination Hokaidokürbis und Ducca aus! 

Kleine Warenkunde:

Ducca ist eine Äthiopische Gewürzmischung. Sie besteht unter anderem aus Sesam,  Kichererbsen, Koriander, Kreuzkümmel, schwarzem Pfeffer, Thymian und Minze und hat ein sehr nussiges Aroma. Anwendung findet sie bei Fischgerichten aber auch hellem Fleisch oder, wie in meinem Fall, Gemüse. Ich fand sie zu Kürbis sehr passend.

Für 2 Portionen benötigt ihr:

8 dicke Scheiben Hokaidokürbis, gewaschen und entkernt
3 EL Rapsöl
1 gehäufter TL Ducca
1 Priese Salz und Pfeffer
1 EL Sesam, hell
400 g Hühnerfilet
Salz, Pfeffer
Saft 1 Zitrone

Bereitet die Kürbisscheiben vor und stellt sie bereit. Gebt nun das Öl mit Ducca, Salz und Pfeffer in ein kleines Gefäß und verrührt alles gut. Mit einem Backpinsel streicht ihr nun die Kürbisscheiben rundherum ein und gebt sie auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech. Backt den Kürbis bei 200 Grad für ca. 25 min.
5 min vor Ende der Backzeit bestreut ihr die Kürbisscheiben mit dem Sesam.
In der Zwischenzeit könnt ihr die Hühnchenfilets mit Salz und Pfeffer würzen und in einer Grillpfanne scharf anbraten. Gebt kurz vor Ende den Zitronensaft zum Huhn, so bleibt es saftig.
Richtet alles zusammen an.
Guten Appetit
(Optional könnt ihr noch eine Joghurtsoße dazu reichen, mir war das so genug. Und ich muss euch vermutlich nicht sagen, dass ihr für ein Veganes Gericht großartig kross gebratenen Tofu oder eine andere Beilage eurer Wahl dazu reichen könnt!)


Ich wünsche euch einen feinen 1. Advent und morgen einen guten Start in die neue Woche! 
 

KULINARIA | Willkommen zum 1. Blogger-Café der Agentur Seidl

15. November 2016
Fotocredit by Agentur Seidl

Vor einigen Wochen flatterte eine Einladung der Agentur Seidl in mein virtuelles Postfach. Sie luden zum ersten Blogger-Café mit dem klangvollen Namen "Meat-Lovers" ein. Ok, dachte ich. Fleisch magst du ja, wenn auch vielleicht nicht in rauen Mengen. Aber das wird bestimmt interessant und außerdem trifft man immer auf liebe, nette Foodbloggerkollegen bei so einer Gelegenheit. Es sollte die erste Veranstaltung dieser Art sein und meine Erwartungshaltung war nicht sehr groß. So etwas muss sich ja erstmal einspielen. Aber ich sagte zu. In der kommenden Woche bekam ich noch die ein oder andere Mail, mit Infos und einem kleinen Programm. Ganz zum Schluß noch mit Anfahrt (sogar für öffentliche Verkehrsmittel, sehr löblich) und am Abend vorher eine kurze sms: wir freuen uns auf dich. Mein lieber Scholli, bemüht sind sie ja schon, dachte ich!
So machte ich mich also Samstags morgens auf nach Essen Rüttenscheid und suchte den Eingang zur Agentur. Da mein Orientierungssinn quasi nicht vorhanden ist, bin ich natürlich erstmal in die falsche Richtung maschiert, fand dann das entsprechende Haus aber schnell. Wie üblich war ich zu früh dran und blieb erstmal draussen stehen - man will ja auch nicht aufdringlich 15 Minuten zu früh mit der Tür ins Haus fallen. Aber unten im Eingangsbereich stand schon Claudia von der Agentur bereit, pflückte mich von der Straße, drückte mir ein ausgedrucktes Programm sowie eine kleine hashtag Übersicht (Knaller) in die Hand und schickte mich in den 5. Stock.
Oben angekommen, wurde ich herzlich in Empfang genommen, mit Tee versorgt (die Getränkeauswahl ließ keine Wünsche offen) und guckte mich dann erstmal um. Der Raum - ein lichtdurchfluteter Konferenzraum mit toller Aussicht auf Essen - war hübsch hergerichtet, die Tische gedeckt und dekoriert, ein kleines Buffet war aufgebaut und auch die Produkte, um die es heute ging, waren überall zu sehen und auch zu erschnuppern. Es roch köstlich nach Salami und Schinken!


Pünktlich um 10 Uhr ging es los und wir wurden hochoffiziell von Daniela Seidl, Geschäftsführerin der Agentur, begrüßt. Es gab einen kurzen Überblick über den Verlauf des Tages und dann konnte es losgehen. Durch die Präsentation führte Ingmar Rauch, Geschäftsführer der Firma R&S Vertriebs GmbH. Diese ist ein richtiges Familienunternehmen, denn unter anderem war auch seine Schwester Martina vor Orte und surrte hinter uns fleißig mit der Aufschnittmaschine. 


Die R&S Vertriebs GmbH ist eins der führenden Vertriebsunternehmen im Bereich Wurst- und Schinkenspezialitäten aus Europa und führt über 800 verschiedene Spezialitäten. Unter anderem eben Aoste und Citterio, denn darum ging es heute. Ingmar unterhielt uns mit einigen Geschichten und Erzählungen über den Betrieb, zeigte Fotos der Verarbeitungsstätten der Groupe Aoste und erzählte uns so einiges über Verfahren und Herstellung luftgetrockneter Salami- und Schinkenspezialitäten. Nebenher wuselte seine Schwester und Birgit Butgereit (Marketing und Kommunikation der Firma R&S) um uns rum und ließ uns die leckersten Salami und Schinken probieren. Die hier vermutlich bekannteste ist die Ringsalami L´Original von Aoste. Für den deutschen Markt längs in hauchfeine Scheiben aufgeschnitten, sieht man sie recht häufig hier in den Frischetheken der Supermärkte. Meine Mutter hat sie früher schon immer gekauft. 


Die Groupe Aoste hat ihren Sitz in dem malerischen kleinen Dorf Vernoux-en-Vivarais im Naturpark Ardèche. Die ca. 115 Mitarbeiter, die hauptsächlich aus der Region stammen, bewirtschaften eine Produktionsstätte von über 18 000 qm Fläche und stellen dort die leckersten luftgetrockneten Spezialitäten her. Hierzulande waren luftgetrocknete Schinken und Salami bis in die späten 70er Jahre nahezu unbekannt, was unserem Klima geschuldet ist. Es wurde halt geräuchert. Sehr spannend fand ich, dass die Rezepturen (die Gewürzmischungen und Salzmengen) für den deutschen Gaumen aber auch für das Eßverhalten der Deutschen angepasst wird. Ist es in südlichen Ländern eher Tradition, Salami oder Schinken in dicken Scheiben "aus der Hand" mit Baquette oder Brot zu essen, so legt man hier eher dünne Scheiben auf das gebutterte Brot. Daher werden Salz und Gewürze für hier meist etwas höher dosiert.
Ebenfalls spannend fand ich, dass das Werk der Groupe Aoste IN einen Berg hinein gebaut wurde. Diese riesen Fläche ist von außen also nicht wirklich erkennbar. Über viele Ebenen und verschlungene Pfande führt die Produktion, wusste Ingmar zu erzählen. Vermutlich war es eine Bauauflage, die Landschaft nicht so zu verschandeln. Das weiß ich aber nicht so genau :-)


Es war ein wirklich interessanter Tag im Blogger-Café "Meat Lovers" und ich danke der Agentur Seidl für die nette Einladung.

Ebenso einen herzlichen Dank an alle Sponsoren:
R&S Vertriebs GmbH
Groupe Aoste
und der Unterstützung durch die Wein Palette Essen

KULINARIA | Scharfe Kürbispaprikasuppe mit Rote Beete Chips, Joghurt und Salbei

6. November 2016

Scharfe Kürbissuppe mit Baharat

Was für ein schönes Wochenende! Am gestrigen Samstag bin ich schon früh nach Essen aufgebrochen um am 1. Bloggercafe der Agentur Seidl teilzunehmen. Dazu folgt demnächst noch ein Bericht. Auf meinem Instagramprofil seht ihr schon ein paar Eindrücke. Gegen 16 Uhr wieder zu Hause, war ich wohl gesättigt von vielen Spezialitäten rund um leckere Salami und Schinken. Weiter ging es fast nahtlos zur Geburtstagsfeier eines Freundes und auch dort gab es wieder das leckerste Essen und eine Schokoladentorte zum Niederknien. Heißt aber auch: die Kalorien für die gefühlt nächsten 3 Wochen habe ich damit intus :-). Daher wird der heutige Sonntag etwas leichter, fleischlos (wer möchte sogar vegan, der Joghurt ist ja austauschbar) und mit einem Ausflug in den Wald hoffe ich den gestrigen Tag auch bewegungsmäßig etwas wett zu machen. So, genug geschwafelt. 

Kleine Warenkunde
Die Schärfe der Suppe erreiche ich bei diesem Rezept durch die Gewürzmischung Baharat. Diese Gewürzmischung ist im arabischen Raum beheimatet und, wie viele Gewürzmischungen, hat jedes Land oder wohl jeder Koch, seine eigene Rezeptur. In meiner sind schwarzer Pfeffer, Paprika rosenscharf, Paprikaflocken, Kreuzkümmel, Gewürznelken, Korianderkörner, Schwarzkümmel, Chili, Macis, Knoblauch und Kardamomsaat enthalten. Die Mischung ist durchaus scharf, dosiert also lieber vorsichtig.

Scharfe Kürbissuppe mit Baharat

Für ca. 6 Portionen benötigt ihr:
(dies ist einmal kein Rezept für 1 oder 2 Portionen. Das lohnt sich nicht für eine Suppe. Ihr könnt sie aber wunderbar einfrieren)

1 kg Hokaidokürbisfleisch, gewaschen und entkernt
2 kl. Zwiebeln
3 rote Paprika
1 daumengroßes Stück Ingwer
2 EL Zitronensaft
Salz
1 gestr. TL Baharat
3 EL Knoblauchöl
ca. 700 ml Wasser
1 Rote Beete Knolle
200 g Naturjoghurt
4 Salbeiblätter
100 ml Rapsöl

Kürbis und Paprika waschen, entkernen und grob würfeln. Zwiebeln und Ingwer schälen und ebenfalls grob würfeln. Das Knoblauchöl in einen großen Topf geben, erhitzen und Ingwer, Zwiebel und Paprika darin anschwitzen. Mit Salz und Baharat bestreuen und den Kürbis zufügen. Nun das Wasser hinzugeben (nehmt nicht gleich alles, füllt lieber noch einmal nach, damit ihr nicht zuviel Flüssigkeit im Topf habt) und ca. 30 min köcheln lassen.
In der Zwischenzeit die rote Beete schälen und in ganz dünne Scheiben schneiden bzw. hobeln. Öl in eine Pfanne geben - der Boden sollte gut bedeckt sein - und die Beete scheiben nacheinander von beiden Seiten goldbraun fritieren. Auf Küchenkrepp abtropfen lassen. Ganz zum Schluß die Salbeiblätter ins Öl geben. Vorsicht, das geht ganz fix.
Wenn der Kürbis weich gegart ist, die Suppe in einen Blender füllen oder mit einem Stabmixer glatt pürrieren. Evtl. noch etwas Wasser und Salz  zufügen.
In Schüsseln anrichten und etwas Joghurt auf die Suppe geben.
Guten Appetit!

Scharfe Kürbissuppe mit Baharat



So, mit dieser Kürbissuppe - die natürlich auch bei mir dieses Jahr nicht fehlen durfte - wünsche ich euch einen entspannten Sonntag und morgen einen guten Start in die neue Woche!

POTTGESCHICHTEN | Novembersonne

1. November 2016

Herbstbild
Dies ist ein Herbsstag, wie ich keinen sah!
Die Luft ist still, als atmete man kaum.
Und dennoch fallen raschelnd, fern und nah,
Die schönsten Früche ab vom Baum.

Oh stört sie nicht, die Feier der Natur!
Dies ist die Lese, die sie selber hält.
Denn heute löst sich von den Zweigen nur,
Was vor dem milden Strahl der Sonne fällt.

Friedrich Hebbel (1852)
 
 
Der 1. November ist für mich immer ein wenig der Tag, an dem der Sommer wirklich endgültig vorbei ist. Da kann man sich das auch nicht mehr mit goldenem Oktober schönreden. Nun beginnt die Jahreszeit, die ich am wenigsten mag. In der ich, der Dunkelheit geschuldet, am liebsten schon um 19 Uhr ins Bett gehen würde. Ich neige nicht zur Winterdepression, dass nicht. Aber mir ist es einfach zu dunkel, zu kalt und meist auch zu nass. Ich liebe Sonne, Licht, lange Abende auf dem Balkon oder mit Freunden im Biergarten oder Park. Der einzige Lichtblick ist die Vorweihnachtszeit mit ihren Lichtern und Gerüchen. In der Stadt stehen bereits die ersten Weihnachtsmarktbuden und bald dringt, wenn ich die Balkontür öffne, wieder der Duft von gebrannten Mandeln und Feuerholz - vom benachbarten Mittelalterweihnachtsmarkt - in die Wohnung.  Der Blick in meinen Kalender zeigt die ersten Verabredungen zum Glühweintrinken und zu Ausflügen in andere Städte, um die Weihnachtsmärkte dort zu besuchen. Und danach? Danach zähle ich dann die Tage bis es wieder heller wird, ich die ersten Frühlingsblumen auf meinem Balkon pflanzen kann und die Balkontür wieder offen steht... bis dahin aber schaue ich mir einfach Fotos vom letzten goldenen Oktoberlicht und der ersten Novembersonne an....


Die Fotos sind ganz früh Morgens mit den ersten Sonnenstrahlen im Stadtpark Bochum entstanden. Für heute wünsche ich euch einen entspannten Tag. Genießt noch ein wenig die Sonne!

KULINARIA | Oma Elses versunkener Apfelkuchen mit Amaretto

30. Oktober 2016

Guten Morgen am Sonntag! Heute gibt es noch einmal etwas Gebackenes. Ist ja bei mir eher selten, da ich lieber koche als backe. Nicht, dass ich es nicht könnte. Aber ich probiere ganz gerne rum und halte mich grundsätzlich nie an Rezepte. Und das ist beim Backen ja eher schwierig. Aber da ich, wie schon letztens erwähnt, so viele Äpfel hatte, gibt es heute mal Apfelkuchen. So zum Kaffee Nachmittags, bei wunderschönstem Herbstwetter, da ist das doch großartig. Der Kuchen ist nicht schwierig, eher so ein schnell zubereiteter. Aber das Rezept stammt noch von meiner Oma und ich mag ihn wirklich gerne... Mit einem Schlag Sahne oder einer Kugel Vanilleeis: lecker. Oder einfach mit Puderzucker... auch sehr gut!. Lange Rede kurzer Sinn, hier ist das Rezept.



Für ein 24 cm Springform benötigt ihr:

500 g säuerliche Äpfel

160 g weiche Butter
3 Eier, Gr. M
130 g Zucker
4 EL Amaretto
1 TL Lebkuchengewürz
1 TL Zimt
Mark einer 1/2 Vanilleschote
250 g Mehl, Typ 405
1/2 PK Backpulver
1 Pr. Salz

Die Äpfel schälen, entkernen und in Scheiben schneiden.
Butter, Eier, Zucker und Amaretto in einer Schüssel schaumig aufschlagen.
Mehl, Vanillemark, Lebkuchengewürz, Zimt, Salz und Backpulver in einer zweiten Schüssel mischen und zu der Schaummasse geben. Mit einem Löffel kurz unterrühren und dann mit dem Mixer einmal kräftig durchrühren. Es soll ein glatter Rührteig entstehen.
Den Teig in eine ausgebutterte Springform füllen und die Apfelscheiben in einem hübschen Muster leicht in den Teig drücken.
In den auf 175 Grad vorgeheizten (Ober-Unterhitze) Backofen geben und ca. 45 min. backen. Stäbchenprobe.
Vollständig auskühlen lassen und vor dem Servieren mit Puderzucker bestreuen.
Guten Appetit!


KULINARIA | Sonntagsfrühstück - Süßer Hefestuten mit Apfel-Erdnussbutterswirl

23. Oktober 2016
 
Herbstzeit ist nicht nur Kürbiszeit sondern auch die Äpfel fallen in Massen von den Bäumen. Genau wie meine Blogowski Kollegin Katti habe ich das Problem, Äpfel nicht roh essen zu können. Aber es gibt da ja unzählige Möglichkeiten, die leckeren Äpfel zu verarbeiten. Letzte Woche habe ich euch schon eine kleine Frühstücksidee mit Äpfel gezeigt. Heute wird es ein klein wenig aufwediger und auch dekatenter. So einen Frühstücksstuten, der schon fast ein Kuchen ist, ißt man ja nicht jeden Tag. Lasst euch nicht vom Hefeteig abschrecken! Er gelingt wirklich leicht, einizig das Aufrollen ist ein wenig tricky.


Für eine große Kastenform benötigt ihr:

Teig:
250 g Dinkelmehl
250 g Weizenmehl
1 PK Vanillepuddingpulver
1 Pr. Salz
1 PK Trockenhefe
1 EL Rohrzucker
1 TL Zimt
1 Ei
275 ml Milch
50 g Butter

Füllung:
500 g säuerliche Äpfel
2 TL Zimt
70 g Erdnussbutter
70 g Butter
75 g Rohrzucker

Teig: Gebt alle trockenen Teigzutaten in eine große Schüssel und schlagt das Ei hinzu. Kurz verrühren.
Erwärmt die Milch leicht und löst die Butter darin auf.
Gibt die Milch/Butter Mischung zu den restlichen Zutaten und verrührt alles kräftig. Ich nehme dazu immer einen Holzlöffel, das reicht völlig. Der Teig muss nicht völlig glatt sein.
Deckt nun die Schüssel mit Folie ab und stellt sie an einen warmen Ort (ich stelle sie einfach ins Bett).
Lasst den Teig für 30 min gehen.

Nun bereitet die Füllung zu: Die Äpfel schälen, entkernen und würfeln.
Die Butter mit der Erdnussbutter und dem Zucker in einem Topf erwärmen, die Äpfel hinzugeben. Kurz verrühren und vom Herd nehmen. Das ganze soll sich nur verbinden und dann wieder abkühlen. Zwischendurch etwas druchrühren.

Den aufgegangenen Teig aus der Schüssel nehmen und auf einer bemehlten Arbeitsfläche nun kräftig druchkneten. Ggf. noch etwas Mehl oder etwas Flüssigkeit zugeben. Der Teig sollte so feucht wie eben möglich sein. Wieder zurück in die Schüssel und noch einmal für 30 min gehen lassen.

Bereitet nun die Arbeitsfläche vor in dem ihr ein großes Stück Backpapier auslegt und mit etwas Mehl besteubt. Den aufgegangenen Teig auf das Backpapier geben und zu einem langen Rechteck ausrollen - Achtung, nicht zu dünn. Das Rechteck sollte so breit sein wie die Backform lang ist.
Die abgekühlte Füllung auf die Teigplatte geben und vorsichtig verstreichen. Nun mit Hilfe des Backpapiers den Teig aufrollen, wieder vorsichtig in die Mitte des Papiers geben und inkl. Backpapier in die Form hinein legen.

Im auf 180 Grad vorgeheizten Backofen ca. 45 min backen. Danach vollständig auskühlen lassen, sonst lässt sich der Stuten nicht schneiden.


Habt ihr tolle Rezepte für einen Berg Äpfel? Ich hatte ja das Glück, letztens einen großen Korb prall gefüllt mit den leckersten roten Äpfeln geschenkt zu bekommen. Frisch aus dem Garten! Was habe ich mich gefreut. Es geht also fröhlich ans verarbeiten!

Nun wünsche ich euch einen feinen Sonntag!

KULINARIA | Little Healthy Breakfast

18. Oktober 2016

Kennt ihr das? Ihr habt morgens früh so ein wenig Magenknurren aber bekommt nichts Gescheites runter? Mir ging es als Kind schon so. Daher gehe ich auch meist ohne etwas zu essen aus dem Haus. So richtig gut ist das vermutlich nicht, denn die nächste Pause hab ich meist erst gegen 12 Uhr - das ist lang... Aber ich wäre nicht ich, wenn ich mich nicht selbst austricksen würde. Zumindest manchmal. Jetzt im Herbst bieten sich da ja Äpfel geradezu an. Nun vertrage ich keine rohen Äpfel, mag sie aber total gerne gedünstet und mit gaaanz viel Zimt. Überhaupt ist Zimt eins meiner Lieblingsgewürze, dass ich fast überall hineinwerfen könnte! Und so stehe ich also momentan einmal bis zweimal die Woche in der Küche und bereite ein gesundes Frühstückchen vor. Mit Joghurt, Quark, Leinsam und Äpfeln. Und wenn ich ganz dekadent bin, dann futter ich das ganze im Bett - wie am vergangenen Sonntag, als ich zu faul war aufzustehen!


Für 3 Gläschen á 250 g benötigt ihr:

2 säuerliche Äpfel
1 EL Sultaninen
1 TL Zimt
2 EL Honig, Reissirup oder Rohrzucker
200 g Joghurt
250 g Quark
etwas Mineralwasser
2 EL 5-Korn Flocken
2 TL Leinsamen, geschrotet

Wascht und entkernt die Äpfel und schneidet sie in Würfel. Gebt sie zusammen mit 1 EL Wasser, Sultaninen, Zimt und Süße in einen kleinen Topf und schmort sie bei geringer Hitze, bis sie weich sind. Abkühlen lassen.
Verrührt die restlichen Zutaten kräftig miteinander und hebt einen Teil der Äpfel unter. Der Rest dient euch als Verzierung - dass Auge isst ja auch morgens schon mit. Wenn ihr wollt, könnt ihr noch Mandeln oder andere Nüsse über das Frühstück streuen.
Gekühlt halten die Gläschen locker 2 - 3 Tage.



Wie siehts denn mit eurem Frühstück aus? Viel oder wenig? Oder gehts euch wie mir und ihr bekommt früh morgens noch nicht viel herunter?

POTTGESCHICHTEN | Impressionen - der Herbst von seiner bunten Seite

16. Oktober 2016

Wer keine Impressionen von bunten Herbstblumen - speziell Dahlien - sehen möchte, der muss jetzt mal weggucken. Alle anderen: Willkommen im herrlich bunten Herbst. Mit kräftigen Farben, Morgennebel und Herbstsonne. Der Herbst kann auch so richtig schön, wie man hier sieht. Bei mir ist das ganz große Dahlienliebe, die mich jedes Jahr wieder um diese Zeit in den Westfalenpark Dortmund lockt. Denn dort gibt es ganze Rabatten in den kräftigsten Farben. Und auch, wenn ich sonst farblich eher zurückhaltend bin, hier kann es nicht bunt genug zu gehen. Aber seht selbst. Und macht euch einen feinen Sonntag! 


Schön, oder? Das geht aber noch bunter! Und wenn ihr noch mehr vom herrlich nostaligschen Westfalenpark Dortmund sehen möchtet, dann schau mal in meinen letzten Post hier. Dort seht ihr seine Retroseite! Ich fühle mich dort immer ein wenig in die 50er Jahre versetzt, so wie ich sie mir vorstelle. Und im Ohr habe ich dann Peter Kraus. Oder so...